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06.11.2011

Da war das Finanzamt aber baff

Rademacher TVVideo starten>

und der herrische Vollstreckungsbeamte von den Socken!

Jedoch zunächst im Telegrammstil: Eine gelernte Juristin, so um die 50 Jahre alt, sollte nach einer Betriebsprüfung mehr als 17.000 € Steuern nachzahlen. Aber wer kann schon eine solch kolossale Summe aus der Portokasse nehmen?

So bot sie dem Finanzamt eine Ratenzahlung über sechs Monate an. Diese Ratenhöhe hätte sie auf Grund ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse auch problemlos stemmen können. Doch weder der Betriebsprüfer noch der Vollstreckungsbeamte ließen sich auf diese pragmatische Lösung ein.

Viel lieber suchten sie die Konfrontation: Rotzfrech stellte das dubiose Duo einen Insolvenzantrag gegen die finanzielle klamme, nicht liquide Juristin. Ihr Kalkül: Druck auszuüben und dann schneller über die Steuereinnahmen verfügen zu können. 

Lieber Leser

Doch Pustekuchen! Dieser Schuss ging für Schäubles Schergen voll in den Ofen. Denn besagte Juristin hatte Köpfchen, das Kämpferherz einer Amazone – und meine Rechts-Techniken aus »Mittel gegen Titel« zur Hand. All das konnte sie im Abwehrkampf gegen den Insolvenzantrag des Finanzamtes bestens einsetzen.

Sie machte ihre Gegner damit so richtig nass:

  • Sie ließ das Finanzamt im Regen stehen
  • Auch den Insolvenzverwalter ließ sie auf dem Trockenen sitzen

Das Insolvenzgericht schickte ihr zunächst mal einen sechsseitigen Fragebogen über ihre wirtschaftlichen Verhältnisse. Die selbstherrliche Maßregel von oben: Innerhalb einer Woche sollte sie den Wisch gefälligst ausgefüllt wieder ans Gericht zurückschicken. Tat sie aber nicht – als Leserin meines Ratgebers »Mittel gegen Titel« wusste sie nämlich genau, wie sie diesen Knebel legal loswerden konnte.

Auch der Insolvenzverwalter bekam eine volle Breitseite verpasst: Um sein Gutachten über ihre wirtschaftlichen Verhältnisse zu erstellen, sandte dieser Tyrann einen eigenen Fragebogen mit der Post. Auch hier wusste »Mittel gegen Titel« guten Rat: Die wehrhafte Juristin besann sich ihrer Rechte und füllte auch diesen Fragebogen nicht aus.

Daraufhin musste sie zu einem persönlichen Gespräch bei dem unnachgiebigen Insolvenzverwalter aufkreuzen. Sie ging tatsächlich hin. Aber statt ihr Innerstes kniefällig nach außen kehren zu lassen, folgte sie lieber der Empfehlung aus »Mittel gegen Titel«: Sie gab nur ihren Vor- und Nachnamen, ihr Geburtsdatum und ihre Adresse preisund Aus die Maus. Zu ihren wirtschaftlichen Verhältnisse schwieg sie wie ein Grab und räumte lediglich ihre Vermögenslosigkeit ein.

Knapp drei Monate später bekam sie vom Insolvenzgericht den Bescheid, dass der Insolvenzantrag aufgrund ihrer Vermögenslosigkeit abgewiesen würde.

Fazit:

  • Die Steuer-Forderungen von 17.000 € stehen immer noch beim Finanzamt in den Büchern und wachsen mit Zinsen fleißig an.
  • Da der Insolvenzantrag abgelehnt wurde, kann das Finanzamt für diese Forderung keinen neuen Antrag auf Insolvenz stellen.
  • Stattdessen kann die ausgeschlafen Juristin selbst bestimmen, wann sie die Steuerforderung bei der Steuerbehörde tatsächlich ausgleicht. Diese Macht-Position verdankt sie den Methoden aus »Mittel gegen Titel«.
  • Die Waffen des Fiskus sind dadurch ziemlich stumpf geworden; seine Vollstreckungsangriffe erweisen sich als wirkungslos.

Sie sehen, lieber Leser: Hätte sich das Finanzamt von vorneherein auf die sechsmonatige Ratenzahlung eingelassen, wäre der ganze Fall schon nach einem halben Jahr vom Tisch gewesen finanziell wie rechtlich. Doch wenn man einen starrköpfigen Beamtenkopf hat, ist man mit seinem Vollstreckungs-Latein eben schnell am Ende. Erst recht, wenn man als fantasieloser Staatsdiener noch nicht mal auf die leiseste Idee kommt, dass sich Schuldner mit allen Rechtsmitteln pfiffig und clever wehren können, wird man durch seine eigenen Vorschriften nass gemacht wie ein Pudel.

Will man Ihnen von Amts wegen ans Leder? Dann sollten auch Sie in der Lage sein, sämtliche gesetzlichen Abwehrwaffen einzusetzen. Nichts leichter als das: Sie müssen nur die richtigen Geschütze kennen. Was keine Kunst ist, wenn Sie erst meinen Ratgeber »Mittel gegen Titel« gelesen haben. Den habe ich extra so geschrieben, dass ihn Otto Normalschuldner problemlos verstehen und umsetzen kann.

Natürlich können Sie mit diesen juristischen Kniffen auch jeden privaten Gläubiger sein Waterloo erleben lassen. Ein gewitzter Pkw-Anhänger-Verkäufer – der besagter Juristin und mir sehr wohl bekannt ist – hat mit den Methoden aus »Mittel gegen Titel« einen Insolvenzantrag erfolgreich auf den Schrottplatz gescheiterter Gläubigerangriffe abstellen können.

Schleichwege aus Vollstreckungsmaßnahmen gibt es immer, lieber Leser. Und wie Sie die finden, das steht in meinem Buch »Mittel gegen Titel«. Aber wirklich nur da. Denn Sie wissen ja, wie das mit Schleichwegen ist: Die sind den meisten unbekannt, und Sie erfahren sie nur von Menschen, die sie bereits erfolgreich benutzt haben.

Mit diesem einzigartigen Wissen brauchen Sie sich vor keiner Drohung einer Insolvenz und keinem Insolvenzantrag mehr zu fürchten. Versprochen!

Autor:Wolfgang Rademacher
Ausführung:Gebundenes Buch DIN A4
 Großformat 29 x 21 cm, 251 Seiten mit kostenloser CD-ROM
ISBN:978-3-935599-52-8

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